Dieser Ort war eine Stätte religiöser Zeremonien, spiritueller Reinigungsriten und diente dem Volk der Muisca als astronomisches Observatorium. Archäologische Ausgrabungen datieren die Besiedlung des Altiplano Cundiboyacense auf Zeiträume zwischen 2500 bis 2800 vor der Gegenwart. Insgesamt 109 kleinere, aus Sandstein geschnitzte Monolithen sind in einer nördlichen und einer südlichen Reihe hintereinander angeordnet und ihre Ausrichtung auf Auf- und Untergangsorte von Sonne und Mond läßt auf eine Funktion als archaischer Kalender schließen. Etwas abgesetzt von den aufgereihten Monolithen stehen recht eindrückliche Phalli in der Landschaft, mit denen laut Tafeltext die Verbindung von Fruchtbarkeit – sowohl der menschlichen wie auch die der Erde – mit der Energie der Sonne symbolisiert werden soll; im Glauben, dass zur Sonnenwende, wenn die Schatten der Steine plötzlich komplett in der Erde verschwanden, die Sonnenenergie in die Erde übergeht und so für Fruchtbarkeit sorgt.