Die verschiedenen Völker Kolumbiens haben ihre kulturellen Höhepunkte durchaus zu unterschiedlichen Zeitpunkten erreicht, je nach den Orten, an denen sie siedelten. Speziell die Gesellschaften, die in der beginnenden Neuzeit – zwischen 500 v. Chr. bis etwa 1000 n. Chr. – die fruchtbaren Hänge der Flusstäler des Cauca und des Magdalena bewohnten, haben technologisch beeindruckende Metallverarbeitungsfähigkeiten ausgebildet, die qualitativ hochwertige und sehr realistische Schmuckobjekte hervorbrachten. Besonderen Ruhm erlangten die Quimbaya, von deren ganz speziellen Schöpfungen zum Zeitpunkt unseres Besuches leider nur zwei Exponate in den Glasvitrinen ausgestellt wurden. Möglicherweise ist dem Museum, welches hartnäckig an den unverdächtigen Interpretationen "Insekt", "Vogel" oder "Fisch" festhält, die Aufregung unangenehm, welche spätestens mit von Dänikens Deutung der Artefakte als präastronautische Flugzeuge einsetzte. In der Tat hält das Museum eine Unmenge weiterer, zum Teil erheblich eindeutigerer Exponate im Lager, die wohl aus guten Gründen nicht mehr gezeigt werden. Wer mehr darüber wissen will, sollte sich dieses PDF anschauen!