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Balsa Muisca

Die Muisca, welche im Gebiet des heutigen Bogotá lebten, bauten zur Weihe eines neuen Häuptlings ein Floß aus Schilf, welches prunkvoll geschmückt und verziert wurde. Man entkleidete den Erben, bestrich ihn und das Floß mit klebriger Erde und bestreute alles mit gemahlenem Gold, so dass das Floß vollständig mit dem Metall bedeckt war. Zusammen mit vier Unterhäuptlingen trieb das Floß hinaus auf den Guatavita-See, wo der neue Häuptling als Opfer allen Schmuck und das Gold in die Lagune warf und zuletzt gemeinsam mit den vier Häuptlingen ins Wasser stieg und alles Gold abwusch. Zurück an Land begann eine Feier mit Tänzen und Muschelhörnern, die in einer Zeremonie endete, in welcher der Neugewählte als Herr und Prinz anerkannt wurde.
Die Zeremonie des Goldopfers wurde unter dem Namen "El Dorado" weltbekannt.
Dieses goldene Floß – hergestellt von den Muisca im Wachsausschmelzverfahren – wurde aufgefunden von drei Bauern auf der Suche nach ihrem entlaufenen Hund im Jahre 1969 in einer Höhle der südwestlich von Bogotá gelegenen alten Muisca-Gemeinde Pasca.
Balsa Muisca