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Respire con tranquilidad

Ich habe eine gruselige Nacht hinter mir und während Maren alleine zum Frühstück geht, bleibe ich erst mal im Bett liegen, denn etwas Essbares mag ich meinem Magen noch nicht wieder zumuten. Netterweise macht Maren mir einen Extraktkaffee auf dem Zimmer als sie zurückkommt und mit ein paar Keksen bin ich dann auch wieder leidlich startbereit. Das Auto ist dann schnell beladen, Cali zu verlassen dauert beim Berufsverkehr aber ewig.
Noch vor drei Tagen hatten wir eine WhatsApp der Reiseagentur empfangen, die uns vor möglichen Behinderungen auf der Weiterfahrt nach Popayán warnte. Wegen des aktuellen Wahlkampfes hatte die indigene Volksgruppe der Misak Demonstrationen auf dieser Strecke angekündigt, um ihrem Recht auf Selbstverwaltung Nachdruck zu verleihen. Glücklicherweise traf uns das nicht, aber auch der 'normale' Wahnsinn des kolumbianischen Straßenverkehrs mit unzähligen Baustellen, LKWs ohne Ende und Scharen von Motorradlern, welche die Schilder, nach denen "Zig-Zag de Motos entre Carros" verboten ist, weder gelesen noch beherzigt hatten, reichte völlig aus, die knapp 140 Kilometer lange Strecke zu einer vierstündigen Tortur zu machen.
Respire con tranquilidad