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Páramo

Mein Magen hat sich glücklicherweise wieder beruhigt und ich hoffe, dass dies nun das letzte Mal auf dieser Reise gewesen ist. Heute geht es zum südlichsten Ziel unserer Rundfahrt – nach San Agustín – und nachdem wir zügig aus Popayán herausgekommen sind, folgen wir auf der Straße 20 einer schönen und kurvigen Strecke durch eine ansteigende Berglandschaft. Bis auf 3000 m geht es hoch durch den Parque Nacional Natural de Puracé, einer Páramo-Hochebene mit den typischen Frailejónesfeldern.
Leider wird 75 km vor dem Ziel die Straße zur asphaltfreien Schotter- und Schlaglochpiste. Höchstgeschwindigkeit 25 km/h. Wieder einmal sind wir über die Kreativität der Straßenschildermaler erstaunt – es ist nämlich offensichtlich verboten, Tapire zu füttern, außerdem soll man bitte die Geschwindigkeit reduzieren (!) und vorsichtig fahren, da sich massenweise Agutis, Nasenbären und Gürteltiere auf der Fahrbahn tummeln (?). Es gelingt uns, auf den gesamten 20 km nichts zu überfahren und sogar uns und das Auto heil über die Strecke zu bringen. An einigen Stellen sind Straßenbauer dabei, etwas Erde in die schlimmsten Schlaglöcher zu versenken – woher die Leute bei kompletter Abwesenheit irgendwelcher Ansiedlungen kommen, bleibt allerdings schleierhaft.

Frailejón (span.) (Espeletia hartwegiana)
Gattungsname: Espeletia
Páramo